Weibliche Identität15.02.21

weibliche Identität

Was bedeutet für Dich weibliche Identität

Was wir unter weiblicher Identität verstehen, ist schlussendlich für jede Frau individuell. Allerdings ist es heute so, dass wir Frauen sehr stark von aussen dabei beeinflusst werden. Social Media und co. tragen einen grossen Teil dazu bei, dass viele Frauen – egal welchen Alters – immer mehr verunsichert sind. Vorbilder werden im aussen gesucht. In einer Welt, die grössenteils oberflächlich und vor allem schnelllebig ist. Dabei ist es unglaublich schwierig, seine eigene Weiblichkeit zu finden und zu ihr und zu sich selbst zu stehen.

Vom Kind zur Frau

Schon als Kind werden Mädchen geprägt durch ihr Umfeld und vor allem durch die Familie. In welchem Milieu bin ich aufgewachsen? Wie war meine Mutter als Frau und was hat sie mir damit für meine eigenes, späteres Frausein vermittelt. Gab es z.B. ältere Schwestern, die den Pfad zur Frau vor mir gegangen sind? Oder bin ich in einem Haushalt mit Brüdern aufgewachsen und somit als Mädchen eher davon geprägt? Wie war die Beziehung meiner Eltern? War sie von gegenseitigem Respekt , Liebe und Wertschätzung geprägt? War die Mutter berufstätig oder zuhause und war sie zufrieden damit? All diese Fragen kannst Du Dir mal stellen, oder auch aufschreiben. Die Antworten dazu werden Dir einen grossen und wichtigen Teil Deiner Prägung aus der Kindheit zeigen. Wichtig ist es dabei, dass wir diese Erkenntnisse dazu nutzen, uns besser zu verstehen. Es geht nicht darum, zu hadern oder wütend zu sein. Was als Kind war, können wir nicht ändern. Aber wir können heute – als erwachsene Frauen – unsere Haltung dazu ändern, indem wir uns liebevoll annehmen.

Körperliche Identität

Grundsätzlich wäre es schön, wenn wir uns einfach in unserer Ganzheit als Frau annehmen könnten. Doch kommt es häufig zu Spaltungen zwischen innen und aussen. Gerade was wir als unsere körperliche Identität erleben, spielt zunehmend eine grössere Rolle. Dazu gehört natürlich unser Körper und unser Aussehen. Wie wir uns geben, halten und verhalten. Unseren Körper können wir – zumindest zum Teil beeinflussen. Wir können Sport treiben, auf unsere Ernährung achten. Uns so kleiden, wie es uns gefällt, oder wie wir denken, dass wir gekleidet sein sollten. Wir können unsere Frisur verändern, unsere Haarfarbe, uns so schminken, dass wir ganz anders aussehen. Und natürlich ist vielleicht der grösste Schritt, ein kosmetisches oder chirurgisches Eingreifen in das, was uns gegeben ist. Wir können mit unserem Aeusseren ein Bild von uns nach aussen vermitteln. Das Bild kann so sein, wie wir uns zeigen möchten. Oder so, wie wir denken, dass es von uns erwartet wird. Wenn ersteres damit übereinstimmt, wie wir uns auch im innen fühlen, bleiben wir in unserer Integrität. Ansonsten zeigen wir nur einen Teil von uns und auch dieser entspricht nicht immer genau dem, was wir eigentlich möchten, wer wir eigentlich sind.

Seelische Identität

Genauso wichtig, wie die körperliche Identität ist auch die seelische. Die eigenen Gefühle zuerst einmal wahrzunehmen und vor allem auch ernst zu nehmen. Hier spielt die Kindheit wieder eine grosse Rolle. Welche Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich z.B. traurig, wütend, verzweifelt, ratlos war. Wie wurde auf mich eingegangen? Haben sich meine Eltern oder andere Betreuungspersonen Zeit für mich genommen und versucht mir dabei zu helfen, mit meinen Emotionen klarzukommen? Oder habe ich gelernt, Gefühle zu verstecken oder zu verharmlosen? Auch wenn dem so war in Deiner Kindheit, vergiss nicht, dass Du heute erwachsen bist und nicht nur selbst für Dich sorgen musst, sondern es auch kannst. Und wenn (noch) nicht, kannst Du es lernen. Wie? Indem Du mütterlich für Dich sorgst und Dich um Dich kümmerst. Alle Deine Gefühle haben ihre Berechtigung und dürfen gehört und ernstgenommen werden. Lies hierzu auch meinen Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/muetterliche-und-vaeterliche-liebe-fuer-dich/

Die Angst vor Enttarnung

Enttarnung von jenem inneren und äusseren Bild, welches wir von uns selbst erschaffen haben, und welches vielleicht nicht miteinander übereinstimmt, macht vielen Frauen grosse Angst. So verstecken sie sich lieber hinter der Identität, die sie von sich angelegt haben. Einer Identität, die manchmal während einiger Jahre und manchmal sogar über Jahrzehnte entstanden ist. Denn damit verbunden ist so manches, wie z.B. das soziale Umfeld, der Beruf und genauso oft auch das Liebesleben. Was würde passieren, wenn ich mich plötzlich so zeige, wie ich wirklich bin. Oder zumindest einen Teil von mir zeige, den ich bis anhin immer verborgen habe? Die Angst vor Ablehnung, Unverständnis und vor allem Liebesverlust ist oft grösser, als der Wunsch die ureigenste weibliche Identätit preiszugeben. Vor allem dann, wenn wir diese über lange Zeit aufrechterhalten haben.

In kleinen Schritten zu sich selbst

Natürlich können wir nicht von heute auf morgen aus unserer Haut heraus. Und das ist auch gar nicht nötig. Denn alles, was wir bis anhin gelernt, erlebt und erfahren haben, hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind. Alle Prägungen haben ihre Berechtigung, ihren Grund und Hintergrund. Deshalb sollte die Suche nach unserer weiblichen Identität immer sehr achtsam und in kleinen, für uns machbaren Schritten stattfinden. Auch hier dürfen wir eine mütterliche Haltung uns selbst gegenüber einnehmen. Geduldig, nachsichtig und unterstützend mit uns sein. Nicht zu viel von uns selbst zu fordern und uns damit nicht überfordern. Wichtig ist es auch immer wertschätzend, motivierend und lobend zu sein. Die kleinen Schritte honorieren und zu zelebrieren.

Wo fange ich an?

Ueberlege Dir einmal, wo oder in welchem Lebensbereich Du etwas ändern möchtest. Beginne, wie gesagt nicht dort, wo es am schwersten ist, sondern „übe“ erstmal mit etwas „einfachem“. Ist das im beruflichen Umfeld oder vielleicht im Freundes- und Bekanntenkreis? Oder auch im ganz nahen, z.B. mit Deinem Partner, Deiner Familie? Es muss auch gar nichts grossartiges sein, was Du veränderst. Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel: Du hast, wenn Du Deine Schwiegereltern besucht hast, immer einen Kuchen gebacken und ihn mitgenommen. Dafür wurdest Du auch gerne für Deine hausfraulichen Qualitäten gelobt. Aber für Dich war es eigentlich jedes Mal ein Stress. Und ausserdem gehört Backen nicht zu Deinen Lieblingsbeschäftigungen. Das hast Du aber nie gesagt, bzw. Dich getraut. Denn ein Lob von Deinen Schwiegereltern war Dir wichtig. Bei Deinem nächsten Besuch könntest Du einfach mal einen Kuchen kaufen und statt zu sagen, Du hättest keine Zeit mehr zum backen gehabt, erklärst Du, dass Du eigentlich nicht so gerne backst und auch in Zukunft gerne einen Kuchen mitnimmst, aber einen gekauften. Versuche Dich mal in diese Situation hineinzuversetzen. Auch wenn Sie mit Deinem eigenen Leben nicht viel zu tun hat. Was denkst Du, wie die Schwiegereltern reagieren werden? Wie der Partner? Und wie ist es für die Schwiegertochter, die nach Jahren endlich sagt, dass sie nicht gerne backt?

Mut für den eigenen Weg

Du magst jetzt vielleicht sagen, was hat das mit weiblicher Identität zu tun? Es ist, wie schon gesagt, ein kleiner – für manche vielleicht grosser – Schritt, zu sich und zu dem zu stehen, was man will, was man ist und was man nicht mehr möchte. Grössere und wichtigere Schritte können darauf folgen. Doch geht es in erster Linie mal darum den Mut zu haben, sich so zu zeigen, wie und wer wir sind. Und Mut ist auch verbunden mit Stärke und aus Stärke resultiert die Kraft um auf die ersten „kleinen“ Schritte weitere folgen zu lassen. Egal wie klein oder gross diese sind. Denn Du bist es wert und darfst und sollst Dich so zeigen können, wie und wer Du wirklich bist!

In diesem Sinne viel Mut und Kraft auf diesem Weg!

Wenn Du Unterstützung auf Deinem Weg brauchst, freue ich mich, wenn Du mich kontaktierst!

Herzlich

Roberta

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