Nicht nur Mutter – sondern auch wieder Frau11.02.24

Sich nach einer Geburt wieder als Frau fühlen

Sich als Frau wiederfinden nach einer Geburt

Jede Frau, die Mutter ist, kennt es: Nach einer Geburt brauchen wir Zeit, um uns in unserer weiblichen Identität wiederzufinden. Und dies auf allen Ebenen; sowohl der körperlichen, mentalen und emotionalen. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Denn zuerst einmal sind wir nicht mehr nur für uns selbst verantwortlich, sondern auch für unser Kind. Und gerade das erste Lebensjahr ist besonders anstrengend und verlangt uns einiges ab. Abgesehen davon verändert sich auch die Beziehung zum Partner/der Partnerin und wir müssen uns als Familie neu positionieren.

Mutter werden

Mutter zu werden ist eine überwältigende Erfahrung. Auch wenn wir uns während der Schwangerschaft darauf vorbereitet haben, kann es doch eine grosse Herausforderung sein. Zuerst einmal ist die Geburt des eigenen Kindes ein existentielles Erlebnis. Unser Körper leistet enormes! Und dann ist es plötzlich da, unser ersehntes Baby! Ab diesem Moment ist nichts mehr, wie es mal war. Und unserem Kind gilt unsere Haupt-Aufmerksamkeit gerade in den ersten Wochen und Monaten. In dieser Phase bleibt meist wenig Zeit, um sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern. Alles ist anders; die alltäglichen Dinge, wie essen, schlafen etc. sind unvorhersehbar und unplanbar geworden.

Selbstfürsorge nach einer Geburt

In den ersten Tagen und Wochen nach einer Geburt ist oft noch viel Aufmerksamkeit und Hilfe da für die frischgebackene Mutter. Der Partner hat vielleicht Urlaub genommen. Die Familie unterstützt im Haushalt oder bei der Pflege des Babys. Denn auch nach einer Geburt leisten wir Frauen unglaubliches. Dabei ist der Fokus jedoch zumeist auf dem Baby. Doch auch unser Körper und unsere Seele benötigen liebevolle Pflege. Denn nebst dem sich wieder verändernden Körper, den wechselnden Hormonen und dem unregelmässigen Alltag, braucht auch unsere Seele Zeit und Raum alles zu verarbeiten. Nicht immer ist es so, dass man täglich fröhlich ist. Es sind auch manchmal dunkle Tage, die uns begleiten. Der sogenannte Babyblues kann sich aber auch über längere Zeit hinziehen. Umso wichtiger ist es, sich auch bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen. Wie z.B. mit folgendem:

. ein Spaziergang alleine

. Rückbildungsyoga

. ein schönes Bad, während jemand mit dem Baby spazierengeht

. ein Treffen mit einer Freundin

. eine Rückbildungsmassage

. eine Nacht bei der Familie oder Freunden, während das Baby zuhause versorgt wird

. Tagebuch schreiben, um seine Gefühle zu sortieren

Als Paar einander (wieder)finden nach einer Geburt

Auch für die Partnerschaft ist eine Geburt und der neue Alltag mit einem Baby eine Herausforderung. Auch wenn beide Partner/innen sich so sehr darauf gefreut haben. Es beginnt mit der Geburt, während der der Partner/die Partnerin uns in einer Extrem-Situation erlebt. Auch das ist nicht immer einfach zu verarbeiten, je nachdem, wie die Geburt gelaufen ist.

Nach der Geburt ist wie erwähnt der Fokus auf dem Baby. An zweiter Stelle ist die Mutter und erst an dritter der Partner/die Partnerin. Eine Beziehung, die zuvor sehr harmonisch und erster Linie aufeinander abgestimmt war, kann dadurch sehr belastet werden. Man hat auch kaum mehr Zeit, sich miteinander auszutauschen, da ständig etwas gemacht werden muss oder soll, was sich um das Baby dreht. Die Nerven können da schon mal blank liegen und durch den Schlafmangel noch zusätzlich gereizt werden. An Intimität ist kaum zu denken. Vor allem die Mütter haben in den ersten Wochen oder auch Monaten überhaupt keine Lust auf Sex oder körperliche Nähe mit dem Partner/der Partnerin, da sie bereits körperlich mit und durch das Baby „besetzt“ sind.

Ich empfehle jeweils bereits in der Schwangerschaft über diese Phase miteinander zu sprechen. Auch wenn Paare das Gefühl haben, das passiert uns nicht, kann es trotzdem passieren. Deshalb sollte nicht nur die Zeit nach der Geburt geplant werden, sondern auch Zeit für das Paar eingeplant.

Idealerweise sollte man als Paar ein Mal pro Woche ein paar Stunden Zeit füreinander haben, die ungestört sind. Ob man dann gemeinsam einen Spaziergang macht, zusammen essen geht oder etwas anderes unternimmt. Wichtig ist es, in diesen paar Stunden in erster Linie eine schöne Zeit zu haben und sie geniessen zu können. Natürlich kann man auch über die eigenen Gedanken und Bedürfnisse sprechen. Auch einander zuzuhören und vor allem einander positive Feedbacks geben, die wertschätzend sind. Dies sind alles Faktoren, die wichtig sind, damit man als Eltern auch noch Paar ist!

Der Frauenkörper nach der Geburt

Für die meisten Frauen ist es kurz nach einer Geburt vollkommen egal, wie ihr Körper jetzt aussieht. Die alten Klamotten passen da sowieso noch nicht, also werden meistens noch die Schwangerschaftskleider getragen. Nach einigen Wochen aber kommt bei vielen Frauen doch der Wunsch auf, langsam wieder in ihren alten Körper zu kommen. Sich im Spiegel zu betrachten und damit zu hadern, wie der Bauch oder auch die Brüste jetzt aussehen. Oder sich zu fragen, ob man überhaupt irgendwann man wieder so aussieht wie früher; das geht vielen Frauen so.

Stolz auf den eigenen Körper sein

Wichtig ist es dann, sich bewusst zu machen, dass dieser Körper so viel geleistet hat! Ein Kind getragen, auf die Welt gebracht und danach genährt. All dies hat den Körper verändert und darf auch sichtbar sein. Darauf kannst Du unglaublich stolz sein, denn es ist eine riesige Leistung und Du bist mit einem wundervollen Kind beschenkt worden.

Nimm Dir Zeit, denn auch Dein Körper braucht sie! Die Rückbildung kann dauern und ist ganz individuell. Vergleiche Dich vor allem nicht mit anderen. Du bist einzigartig! Und Du bist jetzt eine Mutter! Dein Körper hat es verdient von Dir geliebt und wertgeschätzt zu werden! Versuche nicht nur für Dein Kind mütterlich zu sein, sondern auch für Dich selbst. Lies dazu auch meinen Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/muetterliche-und-vaeterliche-liebe-fuer-dich/

Frau und Mutter

Deine neue Identität hat sich jetzt um einen wichtigen Teil vergrössert. Doch bist Du immer noch Du selbst. Sei es in Deinem privaten, familiären oder Arbeitsumfeld. Die Mutterschaft ist noch hinzugekommen. Du musst Dich zwar neu sortieren und Deine Zeit und Aufmerksamkeit neu einteilen. Aber genau dies kann Dein Leben zusätzlich bereichern. Sei geduldig, wenn ein Teil mal mehr Aufmerksamkeit bekommt oder einfordert. Aber versuche auch die Balance zu halten und Dir bewusst Zeit für jene Anteile/Aspekte Deines Lebens zu nehmen, die Dir wichtig sind und Dir Freude machen.

Herzlichst alles Gute für diese besondere Zeit in Deinem Leben

Roberta

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