Schlaf und Gesundheit als Frau
Die meisten Menschen würden mir zustimmen, dass schlafen nicht nur etwas schönes ist, sondern einen ganz grossen Einfluss auf unsere Gesundheit und vor allem unser Wohlbefinden hat. Ohne guten und/oder erholsamen Schlaf sind wir meistens am nächsten Tag nicht nur körperlich, sondern auch mental und emotional angeschlagen. Gerade wir Frauen wissen, wie wichtig guter Schlaf ist, aber auch, wie oft wir Probleme mit dem Schlafen haben können. Sei es durch unseren monatlichen Zyklus und eventuelle Beschwerden. Oder auch während der Zeit, in der unsere Kinder noch klein sind. Dies wirkt sich auf allen Ebenen aus und hat auch einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und Stabilität.
Einige Fakten zum Schlafen
Während wir schlafen, sinken Puls, Atemfrequenz und Blutdruck. Auch die Gehirnaktivität verändert sich. Wir durchlaufen auch verschiedene Schlafstadien. Es beginnt mit der Einschlafphase, welcher der leichte Schlaf, der Tiefschlaf und der Traumschlaf folgt. Die letzten drei Phasen wiederholen sich meistens in einem ca. 90minütigen Rhythmus bis zu vier bis fünf Mal pro Nacht. Das Schlafbedürfnis verändert sich auch während unseres Lebens. Ein Baby benötigt in der Regel ca. 16-18 Stunden Schlaf pro Tag. Erwachsene kommen mit 5-9 Stunden aus. Tendenziell ist es so, dass – je älter man wird – die Schlafdauer sinkt.
Monatszyklus und Schlaf
Jede Frau kennt das, dass Sie unterschiedlich gut schläft während ihres monatlichen Zyklus’. Gerade die Tage vor und während der Periode sind häufig auch mit Schlafveränderungen verbunden. Einige Frauen haben dann ein vermehrtes Schlafbedürfnis, weil sie sehr müde sind. Andere schlafen dann bedeutend schlechter, weil Sie Schmerzen haben, innerlich unruhig sind, oder auch emotional sehr viel dünnhäutiger. Besonders bei Frauen, die einen Kinderwunsch haben, ist das Einsetzen der Menstruation immer mit einer grossen Enttäuschung und Traurigkeit verbunden. Die Hoffnung auf eine Schwangerschaft ist geplatzt und die Unsicherheit, ob es denn vielleicht im nächsten Zyklus klappt gross. Die Gedanken kreisen und damit steigt auch die Unruhe. Nachts zu entspannen und in einen erholsamen Schlaf zu finden, fällt dann schwer.
Schlafen während und um die Wechseljahre
Auch die Wechseljahre sind eine Zeit, in der sich das Schlafverhalten grundlegend ändern kann. Meist beginnt es schon während der Prämenopause (die Jahre vor der letzten Menstruation) und kann sich – von Frau zu Frau verschieden – über einige Jahre hinziehen. Nebst den gängigen Symptomen, wie Hitzewallungen, emotionale Dünnhäutigkeit und innere Unruhe, berichten viele Frauen von teils sehr starken Schlafstörungen. Das hat mit den sich verändernden Hormonen zu tun, die oft auch eine Trockenheit der Schleimhäute mit sich ziehen. So dass auch dies, vor allem nachts, dazu führt, dass wir uns unwohl fühlen. Auch das verstärkte Schwitzen kann den Schlaf stören. Ebenso, dass häufigere Bedürfnis auf die Toilette zu müssen.
Schlafen mit Kindern
Wer Mutter ist, kennt natürlich auch die Schlafprobleme mit den kleinen oder grösseren Kindern. Babys schlafen zwar in der Regel relativ viel, halten sich aber nicht an die regulären Schlafzeiten. Gerade nachts sind sie oft wach, weinen, möchten trinken oder herumgetragen werden. Das zehrt an den Ressourcen. Wenn sich das mehrere Nächte hintereinander oder über längere Perioden wiederholt, gelangt man schnell an die eigenen Grenzen. Denn tagsüber warten meistens auch viele Aufgaben auf uns. Sei es grössere Kinder, die Arbeit, der Haushalt etc.
Aber nicht nur Babys und Kleinkinder fordern uns heraus, auch ältere Kinder oder Teenager. Manchmal gibt es Probleme in der Schule, gesundheitliche oder entwicklungstechnische. Wir machen uns Sorgen, versuchen Lösungen zu finden und können schlecht abschalten. Gerade nachts, wenn alles ruhig ist und wir eigentlich zur Ruhe kommen sollten, dreht sich das Gedankenkarrussel am stärksten.
Schlafzimmer als Ort der Erholung
Gewisse Dinge kann man nicht oder nur schwer beeinflussen. Andere hingegen schon. So sollte das Schlafzimmer als Ort der Erholung und Entspannung dienen und auch damit verbunden sein. Was also sollte man tun, damit dies auch eingehalten werden kann?
- Keine elektronischen Geräte, wie Handy, TV, Laptop oder anderes im Zimmer
- Für ein angenehmes Schlafklima sorgen: Dunkelheit, frische Luft Das Bett sollte bequem sein: gute Matratze, Duvet und ganz wichtig das richtige Kissen
- Das Bett sollte idealerweise möglichst wenig Metallanteile haben. Denn Erdstrahlen, Wasseradern und elektromagnetische Felder können einen gesunden Schlaf nicht nur stören, sondern krank machen. Lies hierzu auch meinen Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/welchen-einfluss-haben-stoerfelder-auf-den-kinderwunsch/
- In dem Moment, wo man sich ins Bett legt, sollte weder gelesen, gesurft noch TV konsumiert werden. Damit aktivieren wir nochmals unser Hirn und kreieren Bilder, die uns dann nicht abschalten lassen. Die Botschaft beim zubett gehen sollte also ganz klar sein: Ich gehe ins Schlafzimmer, lege mich ins Bett, um zu schlafen und auszuruhen
- Wenn sich der Schlaf nach einer gewissen Zeit nicht einstellt und wir unruhig werden, lieber auf-stehen und aus dem Zimmer gehen. Ausserhalb einer ruhigen Aktivität nachgehen, wie z.B. etwas trinken, etwas (möglichst nicht aufwühlendes lesen), meditieren oder einen kleinen Spaziergang machen. Wenn sich dann die Müdigkeit wieder bemerkbar macht, erneut zu Bett gehen. Diese Strategie wird Schlafforschern und Experten so empfohlen. Auch visualisieren kann helfen. Mehr dazu in meinem Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/mit-visualisieren-koerperliche-veraenderungen-erleben/
Wie Pflanzen und Kräuter beim Schlafen helfen
Tendenziell sollte auch darauf geachtet werden, dass nicht allzu spät gegessen wird und idealerweise auch nichts allzu schweres oder fettiges. Ebenso nicht mehr zu viel trinken kurz vor dem Schlafengehen, denn ansonsten wird der Gang zur Toilette unumgänglich. Auf der Kräuterebene kann folgendes dabei helfen, besser und entspannter zu schlafen:
- Wenn depressive Verstimmungen zu Schlaflosigkeit führen: Johanniskraut als Tee oder Tinkturen in Kombination mit Baldrian, Melisse oder/und Passionsblume als Tee zur Beruhigung. Bei Nervosität und Unruhe sind auch Lavendel, Orangenblüten oder Herzgespann zu empfehlen
- Von Weleda ist das Mittel Calmedoron unterstützend beim Ein-, und Durchschlafen
- Oft kann auch ein Lebermittel die Schlafstörungen mindern, wie z.B. Mariendistel, Löwenzahn oder ein Frischpflanzen-Fertigpräparat.
- Auch Bachblüten sind gute Helfer. Entweder in Form einer individuell angefertigten Mischung oder bei Aengsten und Beklemmungen auch die Notfall-Tinktur
- Lavendel in Form von Duftsäckchen im Bett, ätherischem Oel auf dem Kopfkissen oder auch als Fussbad abends. Was ganz besonders gut helfen kann. Denn so kann nebst dem Duft der entspannt. Auch die Energie vom Kopf weg in die Füsse und unsere Wurzeln geholt werden.
Alles Gute und einen erholsamen Schlaf
Herzlichst Roberta
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