PMS – Die Tage vor den Tagen
Kaum eine Frau ist davon verschont. Das sogenannte Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS genannt, ist für manche eine richtige Plage. Gerade deshalb, weil es ja keinen offiziellen Grund dafür gibt, sich unwohl zu fühlen. Eine Menstruation ist etwas konkretes und das Verständnis dafür, dass Frauen sich während ihrer Tage nicht so gut fühlen oder gar Schmerzen haben, ist hier doch grösser. Deshalb sind auch die Frauen selbst häufig versucht, etwelche Symptome etwas anderem zuzuschreiben. Der Stress, zuviel Arbeit, schlecht geschlafen oder gegessen etc. Man möchte ja nicht als Jammersuse gelten und versucht deshalb gerade nach aussen hin das eigene Befinden zu relativieren oder sogar zu ignorieren.
Die Sensibilität vor der Periode
Grundsätzlich gilt es vor allem mal damit aufzuräumen, dass PMS eine Laune der Frau ist. Deshalb sollte auch schon die Benennung anders sein. Ein Syndrom klingt bereits nach etwas krankhaftem, also etwas, was nicht normal ist. Ich spreche hier darum von der Prämenstruellen Sensibilität. Was vielmehr dem entspricht, was die meisten Frauen erleben. Primär geht es auch darum, das eigene Empfinden nicht nur wahrzunehmen, sondern vor allem ernst zu nehmen! Damit gehen wir schon in eine ganz andere Haltung uns selbst gegenüber. Denn der Körper bereitet sich ja auf etwas vor; nämlich die zu erwartende Menstruation. Dies muss zwar nicht immer mit Schmerzen und Unwohlsein verbunden sein, aber es ist wichtig, darauf Rücksicht zu nehmen, welche Signale unser Körper sendet und diese entsprechend zu interpretieren.
Was passiert genau mit meinem Körper vor der Mens?
In einem weiblichen Zyklus gibt es ja verschiedene Phasen. Beginn ist Tag 1 mit dem Einsetzen der Menstruation. Worauf die 1. Zyklushälfte folgt, in der in den Eierstöcken Eizellen heranreifen und gleichzeitig die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird. Wenn die Eizellen gross genug sind, wird durch ein körpereigenes (hormonelles) Signal der Eisprung ausgelöst. Dann folgt die 2. Zyklushälfte, in der eine eventuelle Befruchtung bzw. Einnistung in der Gebärmutter stattfindet, welche dann zu einer Schwangerschaft führt. Wenn dies nicht der Fall ist, bereitet sich der Körper wieder darauf vor, die nicht benötigte Schleimhaut der Gebärmutter abzustossen und somit das „Nest“ zu reinigen, damit es für den nächsten Zyklus bereit ist. All diese Vorgänge werden von unseren Hormonen gesteuert. Es ist ein komplexes Zusammenspiel, was natürlich nicht immer genau gleich harmonisch abläuft. Hormonelle Disbalancen können die einzelnen Phasen beeinflussen und dementsprechend auch verändern. Dies muss nicht in jedem Zyklus gleich sein. Doch können gewisse Regelmässigkeiten durchaus darauf hindeuten, dass gewisse Hormone zu aktiv und andere wiederum zu passiv sind. Und genau dies kann auch die Prämenstruelle Sensibilität hervorrufen. Nicht immer handelt es sich um einen reinen Progestronmangel (das Hormon, welches vor allem in der 2. Zyklushälfte aktiv ist), sondern ist es meist ein Zusammenspiel verschiedener Hormone und Faktoren.
Wie Frauen sich vor den Tagen fühlen
Natürlich muss es nicht zwingend gleich eine hormonelles Ungleichgewicht sein, welches dazu führt, dass Frauen sich vor ihren Tagen sensibel fühlen. Es können durchaus auch andere Faktoren einen Einfluss nehmen. Wenn wir hier wiederum vom Prinzip der Ganzheit eines Menschen ausgehen, können sowohl körperliche, mentale und emotionale Belastungen und Veränderungen sich auf unser Befinden und unsere Hormone auswirken. Die Palette der möglichen Auswirkungen ist gross. So berichten Frauen von Brustschmerzen, schweren Beinen, oder gar Wassereinlagerungen. Auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen, ein geschwollener Bauch und allgemeine Empfindlichkeit sind häufig. Eine vermehrte Sensibilität, Stimmungsschwankungen und Launenhaftigkeit gehören ebenso dazu. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir verstehen, wie unser Zyklus funktioniert und diesem monatlichen Geschehen nicht nur Aufmerksamkeit geben, sondern auch uns durch die verschiedenen Phasen in liebevoller Rücksicht bewegen. Lies hierzu auch meinen Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/der-weibliche-monatszyklus-verstehen/
Was kann Frau selbst tun bei prämenstrueller Sensibilität?
Der Stoffwechsel hat auf das Geschehen in unserem Zyklus eine wichtige Rolle. So auch in den Tagen vor den Tagen. Auch eine Uebersäuerung des Organismus’ kann sich entsprechend auswirken. Dies wiederum hat sehr häufig mit der Ernährung zu tun. Alles, was den Körper sauer macht, führt auch dazu, dass die Muskulatur übersäuert. Und eine übersäuerte Muskulatur, bzw. übersäuertes Gewebe kann zu Schmerzen und Unwohlsein führen. Das heisst konkret eine möglichst basenorientierte Ernährung macht nicht nur hier im speziellen, sondern generell Sinn. Vor allem tierische Produkte sind einer der Hauptfaktoren einer Uebersäuerung. Aber auch raffinierter Zucker (der auch in vielen Fertigprodukten zu finden ist), zu viele und prozessierte Kohlenhydrate tragen das ihre bei. Auch wenn Du auf gewisse Dinge nicht verzichten möchtest, versuche doch einfach mal, vor allem in der Zeit vor und auch während der Menstruation Deine Ernährung etwas umzustellen. Siehe auch mein Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/unerfuellter-kinderwunsch-wie-ist-es-mit-kaffee-und-co/
Welche Kräuter und Pflanzen helfen?
Gerade zur Entlastung des Stoffwechsels können Pflanzen, die die Leber bei ihrer Arbeit unterstützen hilfreich sein. Löwenzahn, Mariendistel oder Pfefferminze in Kombination oder auch als Alleinkraut. In Teeform oder auch als Tinktur. Ebenso helfen Leberwickel mit heissem Wasser oder Schafgarbe.
Bei einem übersäuerten Organismus können Basenbäder eingesetzt werden. Als Vollbad oder auch Fussbad. Und natürlich auch Basenpulver zur Einnahme. Auch wenn die Mens nicht recht beginnen will, kannst Du z.B. Rosmarinfussbäder machen. Auch möglich in Kombination mit dem Basenpulver.
Bei einem Progesteronmangel eignen sich auch Frauenmantel, Schafgarbe, Mönchspfeffer oder die Yamswurzel. Spezifische Progesteronpflanzen sollten aber tendenziell nur in der 2. Zyklushälfte angewendet werden. Ausser dem Frauenmantel, welcher eine wunderbare Pflanze ist, um den Zyklus zu harmonisieren. In Tee-, oder Tinkturform kann er durchaus über den gesamten Zyklus und auch während eines längeren Zeitraumes angewendet werden.
Wenn Du vor allem unter innerer Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen leidest, eigenen sich beruhigende Pflanzen, wie die Melisse, Passionsblume und der Hopfen.
Wenn Du mehr zum Thema PMS wissen möchtest bzw. was Du konkret tun kannst, ruf mich an.
Herzlichst Alles Gute
Roberta
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