Die innere Haltung bestimmt, wie ich das Leben sehe
Wer kennt das nicht, dass man gewissen Dingen, Situation oder Menschen gegenüber relativ schnell eine gewisse Haltung einnimmt. Das hat natürlich damit zu tun, dass wir Verbindungen herstellen, wir assoziieren mit der Vergangenheit. Sogenannte Deja vus. Aehnliche Situationen oder Menschen haben früher dies bei mir bewirkt oder ins Rollen gebracht. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Tendenziell ist es aber oft letzteres. Vor allem dann, wenn wir schnell urteilen und diesem neuen Gegenwartsmoment eigentlich keine Chance geben, sich anders zu entwickeln oder zu zeigen.
Wie entsteht die Haltung oder Einstellung?
Auch hier kann man einen klaren Zusammenhang mit unserer Kindheit herstellen und wie wir aufgewachsen sind. Welche Vorbilder waren unsere Eltern? Welche Werte wurden uns mitgegeben bzw. vorgelebt? In welcher sozialen Umgebung haben wir uns bewegt? Dies alles und noch einiges mehr haben dazu beigetragen, mit welchem Wertebild wir in unser erwachsenes Leben gestartet sind. Dabei spielen auch Urteile und Vorurteile eine grosse Rolle. Wie habe ich das als Kind erlebt? Waren Vater und Mutter offen und vorurteilsfrei anderen Menschen gegenüber? Vielleicht sogar wohlwollend? Wie sind sie mit schwierigen Situationen umgegangen? Wurden diese mit einer positiven Erwartungshaltung angepackt? Oder rechnete man von Anfang an mit einem negativen Ausgang? Wie wir aufgewachsen sind, ist die erste grosse und auch starke Prägung für unser zukünftiges Leben. Was aber nicht heisst, dass man diese später nicht mehr verändern kann.
Zuhören und beobachten
„Wenn Du sprichst, wiederholst Du nur, was Du schon weißt. Wenn Du aber zuhörst, kannst Du unter Umständen neues lernen.“
Dieses weise Zitat des Dalai Lama zeigt sehr gut, wie sehr es auf unsere innere und eigene Haltung ankommt, damit wir die Welt anders sehen können. Das bereits gefestigte und altbekannte ist in manchen Situation gut, weil es uns Halt und Sicherheit gibt. Doch wenn wir weiterkommen und unseren Horizont erweitern möchten gilt es, sich neuem gegenüber zu öffnen. Und dies möglichst vorurteilsfrei! Dazu gehört es, dass wir lernen zuzuhören und zu beobachten, ohne gleich zu schubladisieren oder zu werten. So können wir nicht nur neues lernen, sondern möglicherweise auch erkennen, dass unsere bekannten Denk- oder Verhaltensmuster durchaus wandelbar sind. Und damit werden auch wir es!
Von anderen Veränderungen erwarten
Oft ist es doch so, dass wir in gewissen Situationen von unserem Gegenüber etwas erwarten. Und genau da beginnt schon das Dilemma. Denn meist erwarten wir dies so, wie wir uns das vorstellen, oder wie wir es selbst getan hätten. Wenn dann diese Erwartungen nicht erfüllt werden, zumindest nicht so, wie wir es gerne gehabt hätten, sind wir enttäuscht, wütend, traurig oder frustriert. Wir schieben dann dem Gegenüber die ganze Schuld in die Schuhe. Und nicht nur das, wir kommunizieren das auch dementsprechend. Damit einhergehend kommen auch Vorwürfe oder die Aufforderung beim nächsten Mal doch alles anders zu machen. Nämlich so, wie wir das wollen! Das heisst, ich vermittle meinem Gegenüber, dass er/sie es falsch gemacht hat.
Sich selbst und die innere Haltung verändern
Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann sollten wir immer bei uns selbst beginnen. Denn hier haben wir die ganze Macht in der eigenen Hand. Statt darauf zu warten, dass sich im Aeusseren etwas ändert, können wir es in unserem Inneren tun. Der erste Schritt dabei ist es immer, die eigene Haltung einer Situation oder Person gegenüber zu überprüfen. Ist das/er/sie wirklich so, wie ich es wahrnehme? Oder habe ich einfach zu schnell geurteilt oder etwas anderes erwartet. Möglichst offen und frei von Erwartungen zu sein und zu bleiben, ermöglicht es uns, nicht nur anderen mehr Raum zu geben, sondern auch uns selbst. Dabei können wir vor allem etwas (dazu) gewinnen, wie bereits im oberen Abschnitt beschrieben.
Neue Sichtweisen lernen und üben
„Es gibt nur 2 Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum lieben, glauben und in erster Linie leben ist.“
Auch dieses Zitat stammt vom Dalai Lama. Es besagt, dass wir nicht daran denken sollten, was wir in der Vergangenheit hätten anders machen können. Oder auch, dass wir uns nicht zu sehr auf gewisse Pläne in der Zukunft fixieren sollten. Sondern lieber heute und im Hier und Jetzt sein. Denn genau heute kann ich etwas verändern, wenn ich die entsprechende Haltung dazu einnehmen kann. Und genau dann, kann auch der Weg zum Morgen vielleicht ein anderer sein, bzw. anders gegangen werden. So kann ich meine Energie und Aufmerksamheit auf das lenken, was wandelbar ist. In kleinen Schritten kann dies geübt werden. Nimm Dir z.B. für den heutigen Tag vor einfach mal etwas anders zu machen. Anders als gewohnt. Versuche dabei ganz offen und vorurteilsfrei zu bleiben. Erwarte nichts, aber lerne auch, anders zu betrachten. Dabei wirst Du oft erkennen können, dass Du Dinge siehst, die vorher unsichtbar waren. Und andere wiederum, die Dich früher gestört haben, in den Hintergrund treten. So öffnest Du Dich und bleibst trotzdem ganz bei Dir. Du wirst staunen, wie sich durch die Veränderung im Kleinen auch das Grosse wandelt. Und diese Veränderung hast Du durch Deine neu eingenommene Haltung bewirkt!
Ich wünsche Dir viele spannende Momente der Erkenntnis und der Zufriedenheit
Wärst Du froh um Hilfe bzw. Begleitung bei der Umsetzung in Deinem Leben? Wir können gerne einen Termin vereinbaren.
Herzlichst
Roberta
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