Der weibliche Beckenboden22.06.24

Beckenboden

Der Beckenboden einer Frau

Als Frau wird man mit dem Thema Beckenboden immer wieder konfrontiert. Das heisst, bis zur ersten Schwangerschaft ist das für die meisten Frauen oft noch kein grosses Thema. Doch während der Schwangerschaft und vor allem nach einer Geburt wird es definitiv eines! Aber auch Frauen, die kein Kind geboren haben, werden früher oder später auf den Beckenboden aufmerksam. Denn er hat auf unsere Weiblichkeit, Sexualität und vor allem auch Gesundheit einen grossen Einfluss!

Was genau ist der Beckenboden

Der Beckenboden ist ein bindegewebig-muskulöser Boden der Bauch-, und Beckenhöhle. Es gibt einen hinteren Teil: Diaphragma pelvis genannt und einen vorderen: Diaphragma urogenitale

Der Beckenboden besteht aus 3 Schichten: Die äussere, die sich wie eine Acht um die äusseren Geschlechtsorgane- und Ausscheidungsorgane schlängelt. Die mittlere, die ein Dreieck zwischen den Sitzbeinhöckern und dem Schambein bildet. Und die innere, die das Becken komplett auskleidet. Sie ist die stärkste und grösste (in etwa so gross, wie beide Hände nebeneinandergelegt).

Die Haupt-Funktionen des Beckenbodens sind anspannen; z.B. um den Urin zu halten. Und entspannen z.B. beim Wasserlassen, Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr.

Was kann den Beckenboden schwächen?

Die Beckenbodenmuskulatur kann durch einiges geschwächt werden. Wie z.B. durch Geburten, häufiges schweres Heben, intensives Impact Training (wie Joggen, Trampolin, Seilspringen etc.), aber auch durch schwaches Bindegewebe im allgemeinen.

Schwangerschaft und Beckenboden

Bereits während einer Schwangerschaft entsteht erheblich mehr Druck auf den Beckenboden, da sich die Gebärmutter ja stetig vergrössert, um dem wachsenden Kind genügend Platz zu bieten. Auch die veränderten Hormone spielen hierbei natürlich eine Rolle. So kennen es die meisten Frauen, dass sie nicht nur vermehrt Harndrang verspüren, bzw. die Blase leeren müssen, sondern auch vor allem gegen Ende einer Schwangerschaft auch mal spontan etwas Urin abgehen kann.

Sport und Beckenboden

Wie bereits erwähnt sind aber auch Sportarten, bei denen viel gesprungen wird, eine Belastung für den Beckenboden. Deshalb ist es gerade auch beim Joggen wichtig, die richtigen Schuhe zu tragen und idealerweise nicht auf hartem Untergrund zu rennen. Bei Sprüngen empfielt es sich, die Beckenmuskulatur bewusst etwas anzuspannen.

Und zu Guter letzt kann es auch sein, dass, wie bereits erwähnt, ein grundsätzlich eher schwaches Bindegewebe einen Einfluss auf die Stabilität der Beckenbodenmuskulatur hat.

Stabilität für den Körper

Der Beckenboden verschliesst nicht nur das Becken nach unten, er stützt auch die inneren Organe. In erster Linie die Gebärmutter und die Blase. Ebenfalls sorgt er dafür, dass die Schliessmuskeln von Blase und Darm funktionieren. Einen grossen Einfluss hat er auch auf unsere Körperhaltung. Wenn der Beckenboden stabil ist, fällt es uns auch viel leichter, uns aufrecht zu halten.

Der Beckenboden arbeitet direkt mit der Bauchmuskulatur zusammen. Das heisst, wenn die Bauchmuskulatur gekräftigt wird, entlastet das auch den Beckenboden bei seiner Haltearbeit und mindert auch Druckbelastungen, wie z.B. Husten, Niessen oder springen.

Und natürlich spielt auch die Rückenmuskulatur eine wichtigeRolle und ist mit dem Beckenboden verbunden.

Auch hier ist eine stabile und gekräftigte Muskultur des Rückens eine grosse Unterstützung für den Beckenboden.

Wie kann man den Beckenboden stärken?

Es gibt inzwischen sehr viele Möglichkeiten den Beckenboden zu stärken und zu trainieren. Nach einer Geburt gehen die meisten Frauen zu einem Rückbildungskurs, in dem auch Uebungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur gezeigt werden. Diese sollten idealerweise auch nach dem Kurs stetig weitergemacht werden. Idealerweise täglich.

Aber wie erwähnt auch Frauen, die keine Geburten hatten sollten die Beckenbodenmuskulatur trainieren. Man kann das z.B. in einem speziellen Kurs lernen oder auch zu einer Physiotherapeutin gehen, die spezialisiert auf Beckenboden ist. Ich empfehle das sehr, weil man so individuell schauen kann, wie stark oder auch schwach die Beckenbodenmuskulatur ist und ganz gezielte Uebungen bekommt.

Tools zur Stärkung des Beckenbodens

Es gibt auch verschiedene Tools, um den Beckenboden zu stärken. Wie z.B. Perifit und Elvie bei denen man einen kegelförmigen Silikonstab einführt und dann verbunden mit einer App Uebungen machen kann. Der Vorteil davon ist, dass man direkt sieht, ob und wie gut man die Muskeln anspannt.

Auch Acticore arbeitet mit einer App, mit dem Unterschied, dass man auf einer Platte mit Sensor sitzt und so die Uebungen macht, bzw. kontrollieren kann.

Kann man auch mit Kräutern den Beckenboden stärken?

Auf jeden Fall gibt es einiges zur Unterstützung. Allerdings sollte immer eine Kombination zwischen Uebungen und Kräutern etc. bestehen.

Ich empfehle z.B. von den Schüssler Salzen die Nr. 11, Silicea, also Kieselerde. Sie hilft beim Aufbau und zur Stärkung des Bindegewebes. Auch eine Teemischung aus Ackerschachtelhalm, Brennesselblättern und Löwenzahnwurzel mit Kraut (gemischt zu gleichen Teilen) stärkt das Bindegewebe. Ebenso kann man sehr gut lokal mit Zäpfchen arbeiten. Z.b. Senecio comp. Suppositorien von Wala. Auch sie tragen zur Vitalisierung und Tonisierung des Bindegewebes und der glatten Muskulatur bei.

Herzlichest alles Gute und Beste

Roberta

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