Blasenentzündung
Die meisten Frauen haben zumindest einmal in ihrem Leben eine Blasenentzündung gehabt. Andere kennen diese schmerzhafte Erkrankung als wiederkehrendes Problem. So oder so ist es eine sehr unanagenehme Sache und muss ernst genommen werden. Denn eine unbehandelte Zystitis kann sich ausweiten und auf die Nieren übergreifen. Nicht immer muss man allerdings mit Schulmedizin behandeln. Denn es gibt genügend alternative Methoden, die gut helfen. Ausserdem ist eine achtsame Prävention wichtig und hilfreich. Vor allem bei Frauen, die dafür anfällig sind.
Die Blase – Anatomie und Lage
Der Urin wird in den Nieren produziert. Deren Aufgabe ist es, sozusagen als „Kläranlage“ unseres Körpers Stoffwechselprodukte auszuscheiden. Ueber den Harnleiter wird der Urin dann in die Blase weitergeleitet. Dort wird er gespeichert, bis er ganz ausgeschieden werden kann. Die Blase ist ein Hohlorgan aus Muskeln, welches bis zu 500ml Urin speichern kann (beim Erwachsenen). In der Blase selbst befinden sich Sensoren, die über das Rückenmark mit dem Gehirn verbunden sind. Sobald dort gemeldet wird, dass die Blase voll ist, verspüren wir auch das Bedürfnis, sie zu entleeren. Die Schliessmuskeln am Blasenausgang öffnen sich und schliessen sich nach Beendigung wieder.
Die Harnröhre bei der Frau ist 3-5cm lang und hat einen Durchmesser von ca. 5mm. Sie ist mit Schleimhaut ausgekleidet. Durch den Beckenboden tritt sie zwischen Klitoris und Vagina in einer kleinen Wölbung aus. Durch die Kürze der Harnröhre und der Nähe zum After ist die Gefahr, Bakterien aus dem Afterbereich in die Scheidengegend zu verschleppen relativ gross.
Was passiert bei einer Blasenentzündung
Eine Blasenentzündung zeigt sich meistens mit typischen Symptomen. Häufig brennt oder schmerzt es beim Wasserlassen. Auch danach kann das unangenehme Gefühl noch weiter andauern. Auch Schmerzen im Unterbauch treten oft auf. Ebenso kann vermehrter Harndrang ein Anzeichen dafür sein. Es kann sogar manchmal Blut im Urin auftreten. In schweren Fällen kommt es auch zu Fieber, Uebelkeit und starken Schmerzen. Dann muss unbedingt sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Die meisten Blasenentzüdungen entstehen, weil Bakterien aus dem Darm nach vorne gelangen. Dort steigen sie über die Harnröhre in die Blase auf. Anfälliger für eine Zystitis sind auch schwangere Frauen, aufgrund der veränderten Druckverhältnisse im Unterbauch. Ebenso Frauen in den Wechseljahren. Der Rückgang des Hormons Oestrogen schwächt die Schutzfunktion nicht nur der vaginalen Schleimhäute. Auch alle anderen sind davon betroffen.
Was macht die Schulmedizin bei einer Blasenentzündung
Zuerst einmal wird durch eine Urinprobe festgestellt, ob eine Entzündung vorliegt. Dabei gibt es den Schnelltest, der mit einem Stick gemacht wird. Oder der Urin wird ins Labor geschickt, um eine Kultur anzulegen. Ich empfehle auf jeden Fall darauf zu bestehen, dass der Urin eingehend untersucht wird. Denn es ist wichtig, dass man genau weiss, um welche Bakterien es sich handelt. Damit man, falls ein Antibiotika nötig ist, das richtige geben kann. Es muss dabei auch die Resistenz abgeklärt werden. Denn nicht alle Keime reagieren auf alle Antibiotika.
Mit guter Vorsorge Blasenentzündungen vorbeugen
Für Frauen, die tendenziell anfällig auf Blasenentzündungen sind, ist vor allem die Prävention wichtig. Ich empfehle diesbezüglich folgendes:
- Nach dem Sex die Blase möglichst vollständig entleeren. Ebenso kann bei Frauen, die zu Cystitis neigen ein grosses Glas mit D-Mannose getrunken werden.
- Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Blase immer vollständig entleer ist. Dafür gibt es einen Trick: Nachdem Du Pipi gemacht hast und das Gefühl hast, die Blase sei leer, mach eine kurze Pause und schaukle dann sanft mit Deinem Becken vor und zurück. Pausiere in der Mitte und versuche die Blasenmuskulatur vollständig zu entspannen. Du wirst sehen, dass nochmals ein wenig Urin kommt. Dasselbe kannst Du auch mit seitlichem Schaukeln machen.
- Niemals den Urin herauspressen oder drücken. Damit schwächst Du den Blasenschliessmuskel
- Immer darauf achten, dass beim abwischen auf der Toilette nur von vorne nach hinten gewischt wird.
- Ich empfehle für das grosse Geschäft den genial einfachen und effektiven „Happy Po“: eine portable Dusche, die auch für den Vaginalbereich genutzt werden kann. Damit gewährleistest Du nicht nur, dass Dein Analbereich viel sauberer ist, als mit Toilettenpapier. Die Reinigung ist auch viel sanfter, gründlicher und du sparst viel Geld!
- Vor dem Sex, wenn möglich, den Intimbereich und vor allem Afterbereich mit Happy Po und evtl. einer milden basischen Seife sanft reinigen
- Während dem Sex darauf achten, dass Dein Partner mit seinen Fingern oder Penis nicht von hinten nach vorne kommt oder wischt. Am besten ist es, dem Partner das vorab zu erklären und ihn darum bitten, darauf Rücksicht zu nehmen.
- Täglich 2-3x 3 Tropfen Tropaeolum / Kapuzinerkresse Urtinktur von Ceres einnehmen
- Keine synthetische Unterwäsche, nur Baumwolle tragen. Die Haut im Intimbereich muss atmen. Ebenso keine Slipeinlagen.
- Den Intim- und Afterbereich mit warmem Wasser waschen. Das genügt eigentlich. Wenn Du allerdings möchtest, kannst Du ganz sparsam etwas basische Seife nehmen.
Mit Alternativmedizin eine Blasenentzündung behandeln
Es gibt einige sehr potente Mittel in der Naturheilkunde, welche bei einer Entzündung der Blase eingesetzt werden können. Allerdings muss hier anmerken, dass bei den ersten Symptomen sofort gehandelt werden muss. Wenn man zu lange wartet, ohne etwas zu tun, kann es sein, dass sich die Bakterien in der Zwischenzeit so stark vermehrt haben, dass es nur noch mit einem Antibiotika behandelbar ist.
D-Mannose: Kann, wie oben schon erwähnt auch in der Prävention eingesetzt werden. D-Mannose ist ein natürlicher Zucker, der verhindert, dass sich Darmbakterien an der Blasenwand festsetzen und damit eine Entzündung auslösen. Bei den ersten Symptomen also sofort mit einer mehrmaligen Einnahme von D-Mannose beginnen.
Angocin: Tabletten mit Kapuzinerkresse und Merrettichwurzelpulver. Nach Dosierungsanleitung und je nach Stärke der Symptome bis zur Maximaldosierung gehen.
Wobenzym N: Ein natürliches Präparat mit Fruchtenzymen, welches nicht nur gegen die Entzündung, sondern auch zur Schmerzbekämpfung wirkt.
Canephron: Ein pflanzlisches Präparat aus Rosmarinblättern, Liebstöckelwurzel und Tausengüldenkraut. Gemäss Dosierungsanleitung für ca. 10 Tage nehmen.
Nieren-Blasentee: Hier eignen sich alle Kräuter, die harntreibend sind, wie z.B. Bärentraubenblätter, Goldrutenkraut, Birkenblätter, Brennessel, Wacholder etc. Oder auch bereits fertige Teebeutel in Kombination.
Zusammenhang zwischen gesundem Darm und Blase
Wichtig ist es immer, nach einer möglichen Antibiotikatherapie die Darmflora wiederherzustellen. Denn durch die Antibiotika werden nicht nur die „bösen“, sondern auch die guten Bakterien zerstört. Deshalb empfehle ich ein gutes Probiotika zu nehmen. Am besten gleich mit den Antibiotika zusammen und noch 1-2 Wochen darüber hinaus. Die Produkte von Omni-Biotic sind meiner Meinung nach die Besten. In diesem Fall wäre Omni Biotic 10 das richtige.
Grundsätzlich ist es wichtig, die Schleimhäute gesund zu halten. Denn so können sich auch weniger Bakterien einnisten. Hierfür empfehle ich ein weiteres Produkt von Omni Biotic, nämlich das Flora plus+. Das sollte ruhig über einen grösseren Zeitraum, also 2-3 Monate eingenommen werden.
Seelische Aspekte: „Wenn die Blase weint“
Nicht zu vergessen sind natürlich auch die emotionalen Hintergründe, die eine Blasenentzündung begünstigen können. Die Blase ist in der chinesischen Medizin mit der Niere gekoppelt, in einer Yin Yang Verbindung. Die Kraft wird von der Niere reguliert. „Wurzel der Lebensenergie“ wird die Niere auch genannt. Hier wird unser Qi gespeichert; also unsere Lebenskraft. Das hat auch viel mit unserer allgemeinen Gesundheit und unserem Wohlbefinden zu tun. Blase und Niere werden dem Grundgefühl der Angst zugeordnet. Dieses Gefühl spiegelt sich auch in einigen Volksweisheiten/Sprüchen wieder, wie z.B.:
- Ich mache mir vor Angst in die Hose
- Das geht mir an die Nieren
- Auf Herz und Nieren prüfen
Wenn Du zu wiederkehrenden Blasenentzündungen neigst, könntest Du auch mal darüber nachdenken, ob es etwas in Deinem Leben gibt, was Dir Angst oder Sorgen macht. Manchmal lassen wir gewisse Aengste nicht zu, weil wir ihnen keine Macht geben wollen. Doch indem wir sie verdrängen, verschwinden sie ja nicht von selbst. So können sie uns z.B. durch ein körperliches Signal zeigen, dass wir sie wahr- und ernstnehmen sollen. Verdrängte Aengste können sich also auch in einer Organschwäche manifestieren. Die Auseinandersetzung mit vielleicht auch verborgenen Aengsten kann mit einen Anteil zur Heilung haben. Vor allem dann, wenn wir die Angst als einen Teil von uns annehmen und ihr die nötige Aufmerksamkeit und Liebe schenken. Denn auch sie gehört zu uns und macht uns aus. Eine gute Möglichkeit mit unseren Emotionen zu arbeiten ist die Emotionalkörpertherapie. Siehe auch: http://www.emotionalkoerpertherapie.de
Möchtest Du eine individuelle Beratung zu diesem Thema? Ruf mich gerne an oder schreibe mir für einen Termin. Ich unterstütze Dich gerne bei der Heilung!
Herzlichst Alles Gute
Roberta
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